

Über eine Autobahn 73 kommt man aus dem Staat Vermont vor die Tore Quebecs. Ein imposantes Brückenbauwerk (Pont Pierre-Laporte) führt uns auf direktem Wege über den Sankt-Lorenz-Strom in die Stadt.

Über Quebec und seiner Altstadt thront Unübersehbar das mächtige Fairmont Le Château Frontenac, ein renommiertes schlossartiges 4**** Luxushotel, in das man auch schon mal einziehen würde, um den Blick über den Strom auf die Stadt Lévis zu genießen.
Dabei entdeckt man dann auch noch den einen oder anderen „Hingucker“, wie z. B. das gerade angelegte Kreuzfahrtschiff „Crystal Serenity“. In Spitzenzeiten bevölkern 5 bis 6 Kreuzfahrer Quebec und sorgen für Gedränge in den Straßen.

Es könnte möglich sein, das so mancher Einheimischer bei dieser Touristendichte auf den Gedanken kommt, mit einem der Geschütze auf den alten Befestigungsanlagen die Riesenkreuzer in die Flucht zu schlagen, auch wenn sie teilweise ein Segen für die Stadt sind.
Der französische Einschlag der Stadt zieht sich durch jede Straße der Quebecer Altstadt und lässt einen unverkennbaren Charme ausstrahlen, auch wenn Kanada ansonsten zur englischen Krone hält. Die Provinz Quebec macht komplett „auf französisch“ und das mit aller Macht.

Auf unserer Weiterfahrt erreichten wir am frühen Abend die Stadt Montreal, die schon Austragungsstätte der olympischen Spiele 1976 war und die größte Stadt der Provinz Quebec ist. Sie liegt auf einer Insel und Französisch ist auch hier Amtssprache.
Am Turm des Olympiastadions wird z. Z. viel gebaut, da er nach jahrelangem hin und her neuen Aufgaben zugeführt wird, nachdem seine ursprüngliche Aufgabe recht umstritten war. Er sollte das Stadiondach wie einen Regenschirm öffnen und schließen. Das gelang jedoch nur selten.

Von der Weltausstellung im Jahre 1967 ist der Expo-Pavillion der USA erhalten geblieben. Damals umschloss ihn noch eine durchsichtige Haut und er stellte eine geschlossene Biosphère dar. Im Mai 1976 brannte jedoch die Außenhülle ab. Das Gerüst blieb glücklicherweise erhalten.
Hier kann man sogar auf Montreals Formel 1 Piste umherwandern. Wir sind sogar ein weites Stück mit dem Bus darauf unterwegs gewesen. Heute hat sie eine Länge von 4,361 km. Der Circuit Gilles Villeneuve soll aber 2019 modernisiert und umgebaut werden.

Montreal hat eine „Untergrundstadt“ mit über 32 km Ladenpassagen, Restaurants und U-Bahn-stationen. Man erreicht durch dieses System fast jeden Punkt der Innenstadt, ohne auch nur einmal an die Erdoberfläche zu gelangen. In den schneereichen Wintern eine absolute Erleichterung.
Blick vom Hausberg der Stadt auf das abendlich erleuchtete Zentrum. Der Name des Berges Mont (Mount) Royal legte den Grundstein für den Namen der Stadt. Er ist 233 Meter hoch und rundum von der Stadt eingeschlossen.

Ein Zwischenhalt führte uns auch nach Ottawa. Hier ein Blick aus unserem Hotelfenster. In einem kanadischen „Beer Store“ um die Ecke entdeckten wir neben unzähligen einheimischen und amerikanischen Biersorten auch „Stiegl“ aus Salzburg. Prost, die Welt ist klein!
Die Hauptstadt verfügt über ein sehr modernes und aufwändig gestaltetes Museum. Das Musèe canadien de l’histoire zeigt die Geschichte des Staates und ist das meistbesuchte Museum des Landes.

Nach kurzer Weiterreise machten wir einen interessanten Schiffsausflug auf dem Sankt-Lorenz-Strom in der Nähe des Highways 401. Mit der Rockport Boat Line erlebten wir eine Rundfahrt um eine Vielzahl von kleinen Inseln im „Thousand Islands“, die meist alle mit kleinen Anwesen besiedelt sind.
Ein Beispiel für die Ausnutzung des kleinsten Raumes. Auch wenn das „Inselchen“ mehrmals im Jahre unter Wasser stehen kann, ist diese Form der Freizeitgestaltung bei den Menschen der gesamten Gegend sehr beliebt.

Auf größeren Inselflächen hat sich so mancher seinen Traum vom Märchenschloss erfüllen können.
Diese Anlage wurde von George Boldt aus Bergen auf Rügen erbaut. Er begann als Tellerwäscher und war später Geschäftsführer des berühmten Walldorf Astoria Hotels.
Im Sheraton Centre in Toronto angekommen, begrüßte uns das Hotel mit quirliger Geschäftigkeit. Kein Wunder, zur gleichen Zeit beherbergte das Hotel die Teilnehmer der „Invictus Games“. Das ist eine Sportveranstaltung von versehrten Militärangehörigen aus aller Welt.

Ausblick aus unserm Hotelfenster auf die moderne Innenstadt von Toronto. Unter uns ist ein komplettes Freibad, das zum Hotel gehört.
Höhepunkt der Stadtbesichtigung ist der Ausblick vom CN-Tower Torontos (553 m) auf die Küstenbebauung der größten Stadt Kanadas. Sie hat 2,5 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt der Provinz Ontario.

Am Fuß des Towers ist ein Ringlokschuppen mit ausgestellten Fahrzeugen aus der frühen Zeit der kanadischen Eisenbahn. Ein interessanter Gegenpol zur modernen Stadt rundherum.
Zwischen den modernen Hochhäusern hat sich hier und da noch alte Bausubstanz behaupten können. Blick auf Torontos „Bügeleisen“, das zwar nicht so hoch wie das in New York ist, aber ebenso ehrwürdig von alten Zeiten berichtet.

Wir sehen das neue Rathaus von Toronto in der Festtagsbeleuchtung. Genau gegenüber ist unser Hotel mit den Sportlern der Invictus Games, die von Prinz Harry ins Leben gerufen wurden.
Nun sehen wir auf der kanadischen Seite den 160 Meter hohen Skylon Tower. Die ideale Plattform zur Beobachtung der Wasserfälle und der gesamten weitläufigen Umgebung bis hin zum Horizont auf allen Seiten. Und ein sehr reichhaltiges Buffet gibt es da oben auch.


Der kanadische Teil der Fälle, mit Blick auf einige Anlagen der Unterhaltungs- und Freizeiteinrichtungen auf der kanadischen Seite. Im US-Teil auf der anderen Seite sind mit einer Ausnahme solche Dinge nicht vorgesehen.
Blick von der Aussichtsplattform des Towers auf den amerikanischen Teil der Niagarafälle.
Der aufsteigende Wasserdampf zeugt von der Gewalt des stürzenden Wassers. Man musste ein Stück Indianerreservat einrichten, um wenigstens ein Casino darauf zu bauen.
